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Baumaßnahmen im Skizentrum Pfronten Steinach

Investition in die Schneesicherheit

Es geht los: Die ersten Arbeiten im Bereich der Hangsicherungsmaßnahmen am Heuriesel zur Abstützung der rutschgefährdeten Bereiche haben bereits begonnen. Die Maßnahme am Berg nimmt die meiste Zeit in Anspruch, um dort langfristig für die geschützten Waldpartien und die daran vorbeiführende zukünftige breitere Wegeführung und vor allem die Piste, die dafür entsprechende notwendige Sicherheit am Berg zu garantieren.
Im Laufe dieses Sommers werden die Firmen STRABAG, GeoAlpin, Elektro Gunkel und TechnoAlpin ihre jeweiligen Gewerke ausführen, sodass rechtzei-tig zur kommenden Wintersaison 2017/18 beschneit werden kann.

Für den ersten geplanten Bauabschnitt, die Errichtung des neuen Pumpen-hauses, der Kühlturmanlage und die Erdarbeiten ist die Firma STRAGAB aus Reutte schon in Vorbereitung. In einem neuen Betriebsgebäude werden leistungsfähige Pumpen eingebaut. Ebenfalls wird in diesem Gebäude die notwendige, moderne Elektrotechnik installiert. Die Elektrizitäswerke Reutte werden mit einer Trafostation in das neue Betriebsgebäude mit einziehen. In diesem Zuge werden die alten Leitungen abgebaut.

Ein regionaler Spezialist, die Firma Gunkel aus Halblech, ist für alle elektrotechnischen Gewerke in der Verantwortung. Hierzu zählen nicht nur das gesamte Zusammenwirken der Anlage sondern auch die Ausrüstung der Zwischenpumpstation an der Bergstation des Familienliftes und die dortige Trafostation. Des Weiteren ist die Versorgung mit Strom bis hinauf zum Tiroler Stadel zu bewerkstelligen. Alle zukünftigen Schaltkreisläufe im Rahmen der Schneitechnik bergen einen großen Aufwand und es werden einige Kilometer Kabel neben den Beschneiungsleitungen verlegt.

Den Leitungsbau und die Hangsicherungsmaßnahme wird die Firma GEO Alpin Bau ausführen. Das Unternehmen ist spezialisiert auf solche Gewerke am Berg und kennt die sensible Aufgabenstellung, die Naturbelange bei der Realisierung eines solchen Bauprojektes zu berücksichtigen. Zuerst werden die Hangsicherungsmaßnahmen angegangen. Im nächsten Schritt mit dem Einbau der Leitungen wird auch die Liftspur am Standardlift verbessert und die weiteren Ausstiege platziert. Die notwendigen und lange Zeit geplanten Wasser- und Abwasseranschlüsse für den Tiroler Stadl werden in diesem Zug mit erstellt.

Im Bauzeitenplan am Schluss steht die Firma TechnoAlpin mit den Arbeiten für die Schneitechnik. Zunächst sind im Rahmen des Leitungsbaus die Schneischächte zu liefern und einzubauen. Die künftige Beschneidung wird durch moderne und effiziente Schneeerzeuger, die neu beschafft werden, erfolgen.

In Zukunft kann im Skizentrum Pfronten-Steinach mit entsprechender Wassermenge und Schneileistung die gesamte Pistenfläche in 72 Stunden komplett beschneit werden. Dies wird am Minilift, Familienlift und Standardlift der Fall sein. In weiteren Ausbauschritten sollen auch die Wangerlifte und darüber hinaus eine angedachte Erweiterung in Richtung Osten mit beschneit werden; die technischen Grundlagen dafür wurden bereits mit berücksichtigt.

Pfronten als bekannter Wintersportort investiert in die Zukunft seiner Infrastruktur, damit weiterhin Skifahren im Ort möglich ist. Neben den beliebten Wintersportarten Langlauf, Schneeschuhwandern und Winterwandern ist es wichtig, den Bereich des alpinen Wintersports zu sichern. Egal ob Alpinski, Snowboard oder Telemark, Rodeln oder Schalenbobs – das Skizentrum Pfronten-Steinach kann hier künftig eine ausgezeichnete Schneelage bieten.

Die zukünftige Ausrichtung des Skizentrums Pfronten-Steinach liegt insbesondere bei Anfängern und Wiedereinsteigern. „Das Gelände in Pfronten-Steinach hat dafür die besten Voraussetzungen, ist Planer Christian Weiler vom Büro Klenkhart und Partner überzeugt. Gerade die flache und weit auslaufende Wiese im unteren Bereich ist für diese Zielgruppen überaus geeignet. Überdies gibt es Weiterentwicklungsmöglichkeiten in diesem Areal, die sich wirtschaftlich zukünftig positiv auf den Winterbetrieb im Steinach auswirken.

Derzeit ist zu entschuldigen, dass Wanderungen auf den Tiroler Stadl durch den Leitungsbau und die Hangsicherungsmaßnahmen nur erschwert möglich sind und durch fahrende Baustellenfahrzeuge immer wieder gestört werden.

Behinderungen gibt es ebenfalls am Krokusweg beim Bau des neuen Betriebsgebäudes, den Leitungsbau zum Kühlturm und die Führung der Beschneiungsleitungen. Hier ist mit Sperrungen des Krokusweges zu rechnen.

Der Alpengarten kann während der Bauzeit des Betriebsgebäudes nur durch den Eingang im Westen besucht werden. Die östliche Zuwegung über die Brücke wurde aus Sicherheitsaspekten gesperrt. Die Toilette am alten Betriebsgebäude musste ebenfalls entfernt werden.

Für die Unannehmlichkeiten diesbezüglich entschuldigen wir uns und bitten im Zuge der Investition im Skizentrum um Ihr Verständnis.


Bernd Trinkner, Freizeiteinrichtungen Gemeinde Pfronten
Geschäftsführer Skizentrum Pfronten Steinach GmbH
Allgäuer Straße 6, 87459 Pfronten
Telefon: 0 83 63 – 6 98 61
bernd.trinkner@pfronten.bayern.de

Spatenstich am 18.07.2017