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Besuch des Staatssekretärs des Inneren Gerhard Eck in Pfronten

Auf Einladung von Angelika Schorer, Abgeordnete im Bayerischen Landtag, besuchte Gerhard Eck, Staatssekretär des Inneren die Gemeinde Pfronten am 4.11.2019.

Insgesamt über drei Stunden nahm er sich - begleitet durch die Landtagsabgeordnete, die Landrätin und die drei Bürgermeister der Gemeinde Pfronten - Zeit, um die Polizei- und die Grenzpolizeistation in der Ortsmitte von Pfronten-Ried zu besuchen. Der Präsident des Polizeipräsidiums Schwaben-Süd, Werner Strößner und die Dienststellenleiter führten Gerhard Eck durch das Gebäude, das nach mehrjährigen Sanierungsmaßnahmen im Sommer fertig gestellt wurde. Großes Interesse hatte der Staatssekretär an dem abgesicherten polizeilichen Innenhof, der sich trotz moderner Bauweise harmonisch in das Ensemble zwischen Haus des Gastes, Rathaus und Polizeigebäude einfügt.

Die Mitarbeiter der Grenzpolizeistation stellten mit dem VISOTEC-Verfahren ein Fahndungshilfsmittel der Dienststelle vor, das pilothaft für ganz Bayern aktuelle Technik in Fahrzeugen und am Arbeitsplatz zum Einsatz bringt. Polizeipräsident Werner Strößner dankte in diesem Zusammenhang für die gute personelle und finanzielle Ausstattung der Dienststelle und wies insbesondere darauf hin, dass die Grenzpolizei Pfronten auch Einreisekontrollen am Allgäu Airport in Memmingen leistet. Aufgrund der Flugziele - vielfach werden osteuropäische Städte angeflogen - sind die Einreisekontrollen von großer Bedeutung und erfordern ausreichendes, bestausgebildetes Personal.

Zum zweiten Teil des Termins wechselte der Staatssekretär und die gesamte Delegation in das Haus des Gastes zum gemeinsamen Gespräch mit den ehrenamtlichen Vertretern der Pfrontener Blaulichtorganisationen. Verschiedenste Anliegen wurden in der konzentrierten und hochkarätigen Runde besprochen. Dr. Michael Stemmler, BRK Pfronten machte deutlich, dass bei der Novellierung des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes ein besonderes Augenmerk auf die reinen Ehrenamtlichen gelegt wird, „ ... die ihr Wissen und ihre Leidenschaft gerne in ihrer Freizeit dem Dienst am Nächsten zur Verfügung stellen“. Es wäre äußerst problematisch, wenn die ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden aus dem Rettungsdienst fallen und nicht weiter mitwirken können, warnte der Leiter der BRK-Bereitschaft Pfronten. Erleichtert zeigten sich in diesem Zusammenhang auch Landtagsabgeordnete Angelika Schorer, Landrätin Maria Rita Zinnecker und Bürgermeisterin Michaela Waldmann darüber, dass ein passender Standort im Gemeindegebiet für den Bau einer neuer Rettungswache für das BRK gefunden wurde. Aufgrund der Anforderungen zur Einhaltung der gesetzlichen Hilfsfristen ist eine Umsiedlung erforderlich.

Kreisbrandmeister Markus Barnsteiner, Kreisbrandinspektion Ostallgäu und Roman Babel, Federführender Kommandant der fünf Freiwilligen Feuerwehren Pfronten dankten für die die gute Mittelausstattung für das Feuerwehrwesen durch den Freistaat Bayern, den Landkreis Ostallgäu und die Gemeinde Pfronten. KBR Barnsteiner wies auf die Bedeutung der fachlichen Beratung durch die Regierung von Schwaben hin und betonte, wie wichtig die Anerkennung für die Feuerwehrleute im Ehrenamt ist. Er wünschte sich weitere Anreize wie beispielsweise Rentenpunkte.

Andreas Safranek, DLRG-Stützpunkt Pfronten informierte über die Ausbildungsbedarfe der Wasserretter und betonte die Wichtigkeit des Alpenbades Pfronten für die Ausbildung. Er zeigte sich äußert besorgt über die Tatsache, dass gerade Kinder zunehmend nicht mehr Schwimmen lernen und forderte Lösungsansätze. Überdies regte er eine zentrale bayernweite Ausbildungsstätte für die Wasserrettung an. Franz Dopfer, Bergwacht Pfronten berichtete über die ehrenamtliche Tätigkeit der bestens ausgebildeten Mitglieder, die im alpinen Gebiet mit hoher Verantwortung zu zahlreichen Einsätzen gerufen werden.

Alle Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass gemeinsame Übungen unerlässlich für die gute und reibungslose Zusammenarbeit sind. Landtagsabgeordnete Angelika Schorer erinnerte an das Großunfallsymposium Allgäu, das als Beispiel für die gute Zusammenarbeit der Organisationen gilt. Staatssekretär Gerhard Eck zeigte sich beeindruckt von den Leistungen der Ehrenamtlichen aus Pfronten, die verantwortungsbewusst und höchst engagiert Dienst am Nächsten leisten. Die Landesregierung werde diese Strukturen weiterhin bestmöglich stärken, versicherte Eck. Zu verschiedenen Detailthemen erbat sich der Staatssekretär weitere Informationen durch die Diskussionsteilnehmer, um die Themen in München zu vertiefen.

Besuch der Polizeistation und Grenzpolizeistation Pfronten

Staatsminister Eck beim Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde Pfronten