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European Energy Award für Pfronten - Umweltminister Huber zeichnet Kommunen für ihre Klimaschutzaktivitäten aus

Die Gemeinde Pfronten erhält zum dritten Mal in Folge den European Energy Award.

Bayerns Umweltminister Marcel Huber hat in Wildpoldsried den European Energy Award für bayerische Kommunen verliehen. Dank hervorragender Leistungen in der kommunalen Klimaschutz- und Energiepolitik war auch Pfronten unter den ausgezeichneten Kommunen.

„Der Klimawandel ist nicht zu leugnen“, betonte Umweltminister Huber bei der Preisverleihung. „Wir spüren ihn Tag für Tag, besonders nach diesem Rekordsommer und dem trockenen Herbst. Nur gemeinsam können wir das Ruder herumreißen und die Erderwärmung bremsen.“ Als „Weichensteller“ komme dabei den Kommunen eine besonders wichtige Rolle zu.

Pfronten zählt dabei zu den vorbildlichen Kommunen in Bayern, stellte Huber bei der Auszeichnungsveranstaltung in Wildpoldsried fest. Bereits zum dritten Mal erhielt die Ostallgäuer Gemeinde den European Energy Award. Unterstützt wird Pfronten dabei von Dr. Kerstin König-Hoffmann vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) als eea-Beraterin. Diesmal erreichte die Ostallgäuer Kommune 64,1 Prozent aller möglichen Punkte. Positiv bewertet wird unter anderem das umfassende Quartierskonzept für den Ortsteil Rehbichel, das ein Energiekonzept beinhaltet und jetzt mit personeller Unterstützung seitens der Gemeinde schrittweise umgesetzt wird. Beispielsweise wurden Energie-Checks für viele der Häuser des Ortsteils durchgeführt und systematisch die Möglichkeiten für eine zukünftige Energieversorgung analysiert. Aktuell wird eine Biogasanlage mit Abwärmenutzung geplant, die die Landwirte aus Rehbichel bauen wollen. Neben einigen weiteren Projekten wurde für die Gemeinde Pfronten auch ein Landschaftspflegeprogramm zur nachhaltigen und ökologischen Bewirtschaftung für Wald- und Weideflächen erarbeitet.

Der European Energy Award sei Belohnung, zugleich ab auch Ansporn, weiter am Klimaschutz-Thema zu arbeiten, erklärte Pfrontens 1. Bürgermeisterin Michaela Waldmann. Die Bürgerbeteiligung sei dabei sehr wichtig. Als positives Beispiel bezeichnete sie das Quartierskonzept für den Ortsteil Rehbichel, das die Menschen dort zusammengebracht habe.

Beim European Energy Award (eea) handelt es sich um ein europäisches Qualitätsmanagementprogramm, das sich bereits in zahlreichen Kommunen als wichtiges Hilfsmittel für eine kontinuierliche und tatsächlich nachhaltige Energie- und Klimaschutzpolitik bewährt hat. Der eea bietet den teilnehmenden Städten, Gemeinden und Landkreisen Begleitung und Beratung bei der Planung und Realisierung von energie- und klimaschutzpolitischen Zielen und Maßnahmen. Bei einer erfolgreichen Teilnahme winkt die Auszeichnung mit dem European Energy Award. Dafür müssen 50 Prozent der für die Kommune möglichen Punkte in den verschiedenen Handlungsfeldern erreicht werden. Bei 75 Prozent aller möglichen Punkte winkt der European Energy Award in Gold. Zu den Handlungsfeldern zählen: Raumordnung und kommunale Entwicklungsplanung, kommunale Gebäude und Anlagen, Versorgung und Entsorgung, Mobilität, interne Organisation, Kommunikation und Kooperation.

Weitere Infos zum European Energy unter: www.european-energy-award.bayern

Weitere Infos zur Energie- und Umweltgemeinde Pfronten erhalten Sie hier: https://rathaus.pfronten.de/unsere-gemeinde/energie-umweltgemeinde/

Strahlende Gesichter gab es bei der Verleihung des European Energy Award in Wildpoldsried. Unser Foto zeigt die Vertreter der Gemeinde Pfronten mit Gratulanten: (von links) Martin Sambale (eza!-Geschäftsführer), Dr. Marcel Huber (Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz), Michaela Waldmann (1. Bürgermeisterin von Pfronten), Manfred Seeboldt, Erich Reitebuch, Alexander Hörmann, Alfons Haf, Richard Nöß (Energieteamleiter), Dr. Kerstin Koenig-Hoffmann und Dr. Armand Dütz (Geschäftsführer der eea-Bundesgeschäftsstelle). Foto: eza

Die Vertreter der ausgezeichneten Kommunen mit den Gratulanten: (hintere Reihe von links) Dr. Marcel Huber (Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz), Prof. Dr.-Ing. Lamia Messari-Becker (Universität Siegen), Michaela Waldmann (1. Bürgermeisterin von Pfronten), Martin Sambale (eza!-Geschäftsführer), Arno Zengerle (1. Bürgermeister von Wildpoldsried), Christian Schlegel (1. Bürgermeister von Stöttwang), Dr. Armand Dütz (Geschäftsführer der eea-Bundesgeschäftsstelle), Toni Barth (1. Bürgermeister von Buchenberg), (vordere Reihe von links): Ingrid Fischer (3. Bürgermeisterin von Sonthofen), Rudolf Schaupp (stellvertretender Landrat Landkreis Berchtesgadener Land), Jörg Fischer (Bürgermeister von Donauwörth), Dr. Stefan Winter (1. Bürgermeister von Mindelheim), Bernhard Kerler (1. Bürgermeister von Bad Grönenbach). Foto: eza!