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Großes Interesse am Tag der Städtebauförderung in Pfronten

Ausstellungen und Führungen bei der „offenen Baustellen“ am Bahnhof Ried fanden regen Zuspruch

Rund 600 Kommunen nahmen am 09. Mai deutschlandweit an dem „Tag der Städtebauförderung“ teil. Mit dieser finanziellen Unterstützung vom Bund und Freistaat Bayern werden auch in Pfronten zahlreiche Projekte im Bahnhofsumfeld Ried gefördert. 

Über die bereits abgeschlossenen und geplanten Maßnahmen informierten sich über 200 Besucher und nützten den von der Gemeinde organisierten „Tag der offenen Baustellentür“ zu Einblicken in die sonst verschlossenen ehemaligen Bahnhofsgebäude Güterhalle und Lokschuppen. Die mit den Sanierungen beauftragten Architekten Peter Huber (Büro Huber, Pfronten) und Martin Kopp (f64, Kempten) führten durch die Baustellen. Ehrenamtliche Helfer der Initiativen „ReparierBar“ des Pfrontener Forums unter der Teamleitung von Leonhard Futschek sowie von „foodsharing“ mit der Koordinatorin Daniela Weileder-Aydemir stellten vor Ort ihre Ziele und Leistungen vor. Darüber hinaus boten Ausstellungen und Bauzaunbanner mit vielen Bildern und Plänen einen umfassenden Überblick zur Bahnhofsgeschichte und zu allen Projekten, vom Busbahnhof bis zur Dauerausstellung „Allgäuer Mächlertradition Pfronten“. Das breit gefächerte Informationsangebot nützen auch einige neu gewählte Gemeinderäte sowie Pfrontens neuer Bürgermeister Karl-Heinz Wagner, um sich vor Ort einen Überblick über die vielen Projekte zu verschaffen. Dabei beeindruckten besonders das Entwicklungspotenzial sowie die vielen Initiativen zur Weiternutzung der Gebäude. „Alle Projekte müssen einem Gesamtkonzept folgen und gut aufeinander abgestimmt werden, um gemeinsam Pfrontens Ortsmitte für unsere Bürgerinnen und Bürger sowie Besuchern attraktiv und zukunftsfähig auch für die nachfolgenden Generationen gestalten zu können“ betonte Wagner bei seinem Rundgang durch das Bahnhofsumfeld.

Pfrontens Gemeinderat beschloss bereits 2019 ein sogenanntes „städtebauliches Entwicklungskonzept“ (ISEK) Pfronten-Ried. Im gleichnamigen Sanierungsgebiet werden von der Gemeinde nach und nach direkt oder in enger Begleitung privater Investoren Gebäude, Straßen, Plätze und Grünanlagen nach den selbst vorgegebenen Zielen attraktiviert.

So beleben große Verbrauchermärkte und Verbesserungen im Straßenverkehr sowie neu angelegte Parkplätze das Zentrum und sichern Pfrontens wichtigstes Einkaufsgebiet auch für den Einzelhandel. Das Bahnhofsumfeld wird mit einem Busbahnhof, neuen Bahnsteigen sowie Radabstell- und -serviceanlagen zur Mobilitätsdrehscheibe. Noch bis Juli wird die Bahnhofsstraße im Bestand ausgebaut, die Kreisstraße OAL 2 wird in diesem Bereich ökologisch und gestalterisch aufgewertet und damit verkehrssicherer für alle Verkehrsteilnehmer.

Zusammen mit den sanierten und wieder genützten, denkmalgeschützten ehemaligen Bahnhofsgebäuden entsteht so eine anziehende Ortsmitte und gleichsam eine begehrenswerte Visitenkarte für alle hier ankommenden oder verweilenden Pfrontenerinnen, Pfrontener sowie deren Gäste.

Weitere Informationen zur Städtebauförderung Pfronten erhalten Sie hier.

Architekt Peter Huber (vorne) erläutert Besuchern mit Bürgermeister Karl-Heinz Wagner (zweiter von links) anhand einer originalen Schieferplatte die ursprüngliche Dacheindeckung des Lokschuppens.