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Ideenwettbewerb für neuen Brunnen in der Badstraße entschieden

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In der Einmündung der Badstraße in die Tiroler Straße im Ortsteil Pfronten-Ösch soll auf der südlichen Straßenseite ein neuer Brunnen den Vorgängerbau ersetzen.

Für die Gestaltung des neuen Brunnens wurde ein Ideenwettbewerb von Oktober bis Dezember 2020 durchgeführt.

Die Ideen sollten das für die Pfrontener Geschichte bedeutsame Thema „Mächlar-Tradition“ umsetzen und eine eher schlichte Gestaltung vorsehen.
In Pfronten gab es keine regulierenden Zünfte, so dass Kunst und Handwerk sich frei entfalten konnten. Besonders auf dem Gebiet der Feinmechanik haben Pfrontener Pionierarbeit geleistet. „Mächlar“ nennen die Einheimischen diese Tüftler und Erfinder, die zunächst in kleinen „Buden“ Reißzeug herstellten. Aus dieser Tradition entstanden international agierende Konzerne.

An dem Ideenwettbewerb haben sich sechs Bürger*innen bzw. Bürgerzusammenschlüsse mit insgesamt acht Gestaltungsvorschlägen beteiligt.

Darunter waren eine Statue des heiligen Colomans auf einem hellen Steintrog, eine Brunnenstelle mit der Darstellung von Händen unter dem Motto „Vom Geist erdacht, von Hand erschaffen“, ein „Wasserfall“ mit mehreren Stufen aus Naturstein, ein stilisiertes Notizbuch mit einem Schwammstift zum „Wassermalen“, eine Wasserwalze, die mit ihrem Profil den Wasserstrahl teilweise hinter eine Trennwand ablenkt, sowie ein schlichter Holzbrunnen, eventuell mit einer Kolomansfigur als Bezug zur Öscher Kapelle St. Koloman.

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung einen Entwurf des Pfrontener Kunstschmiedes Phillip Trenkle umgesetzt.

Phillip Trenkle schlägt einen Skulptur vor, die mit einer etwa drei Meter hohen Spitze das Streben nach Höchstleistung symbolisiere. Der obere Teil aus Sicherheitsglas mit Innenbeleuchtung könne eingestrahlte Mechanikerprodukte wie Zirkel, Lineal und ähnliches in Szene setzen. Der untere Teil, das „M“ in Edelstahl, wirke von weitem als abrollender Span und könnte damit auch für das Überwinden von Rückschlägen stehen. Eingelasert werden sollen darin alle Pfrontener Mechanik-Betriebe seit der Gründung der Firma Gebrüder Haff, um an die lange Mächlertradition zu erinnern.

Im nächsten Schritt wird der Brunnenbau detailliert geplant. Noch in diesem Jahr soll dann der neue Brunnen gebaut werden.