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Große Befragung der Generation 55plus

Mit dem Ostallgäuer Seniorenkonzept sorgen der Landkreis und die Gemeinden für gute Versorgungsstrukturen rund um das Älterwerden. Nach zehn Jahren ist es Zeit Bilanz zu ziehen. Was ist gelungen? Wo stehen die Gemeinden und der Landkreis? Wie sieht der zukünftige Unterstützungs- und Pflegebedarf im Ostallgäu aus? Dazu werden nun 5.000 Bürger*innen, die 55 Jahre alt oder älter sind, zu ihren Erwartungen und Bedürfnissen befragt.

Die Generation 55plus ist auf unterschiedliche Weise mit Fragen rund um das Älterwerden konfrontiert. Manche beschäftigen sich mit Fragen wie: Passt das derzeitige Wohnumfeld auch noch in späteren Jahren, wenn möglicherweise körperliche Einschränkungen auftreten? Wie will ich im Alter wohnen? Andere interessieren sich für alternative Wohnformen wie zum Beispiel Hausgemeinschaften oder Mehrgenerationenwohnen und können sich einen Umzug vorstellen. Solche Gedanken wollen gut überlegt sein und benötigen Zeit, bis eine Entscheidung herangereift ist. „Deshalb lohnt es sich, sich früh damit zu beschäftigen“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. Frauen und Männer im Alter rund um die 55 sind häufig in der Situation, dass sie selbst berufstätig sind und gleichzeitig pflegebedürftige Angehörige oder Enkelkinder betreuen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein großes Thema, das alle Generationen betrifft und für die Zukunft noch wichtiger werden wird. Welche Betreuungs- und Entlastungsangebote werden benötigt, damit das Familienleben gut organisiert werden kann? „Seniorenpolitik wird so zur Generationenpolitik“, betont Christine Seiz-Göser, Seniorenbeauftragte des Landkreises.

Ehrenamt tut Senioren und Gesellschaft gut

Dass wir alle – trotz des Älterwerdens – lange rüstig sind, wird immer selbstverständlicher. Es schließt aber nicht aus, dass wir uns mit einer eintretenden Pflegebedürftigkeit auseinandersetzen müssen. Viele pflegen ihre nächsten Angehörigen oder benötigen selbst Unterstützung und Pflege. Um das zu bewältigen, gibt es eine Vielzahl von Beratungs- und Unterstützungsangeboten, die häufig nicht bekannt sind. „Mit der Befragung möchten wir dafür sensibilisieren. Welche Angebote sind in der Bevölkerung bekannt, welche werden genutzt und wo können wir die Informationspolitik noch verbessern?“ erklärt Seiz-Göser. Besonders freut sie, dass sich viele Menschen ehrenamtlich engagieren. Das tut beide, den Senioren und der Gesellschaft gut. Seiz-Göser möchte daher in der Befragung auch wissen, ob es in den einzelnen Gemeinden entsprechende Angebote, wie zum Beispiel regelmäßigen Mittagstisch oder eine ehrenamtlich organisierte Nachbarschaftshilfe gibt.

Bei der Befragung wird der Landkreis vom BASIS Institut in Bamberg unterstützt. Neben den Bürger*innen werden auch die Bürgermeister, die Seniorenbeauftragten und Experten befragt. Die Befragung ist freiwillig und anonym. Die Daten werden nur in zusammengefasster Form weitergegeben. Es sind keine Rückschlüsse auf Personen möglich. Ergänzende Datenschutzhinweise stehen im Internet unter: https://www.sozialportal-ostallgaeu.de/aktuelles-soziales.html zur Einsicht bereit und werden auf Anfrage auch gerne zugestellt. Damit die Gemeinden und der Landkreis eine gute Planungsgrundlage für die nächsten Jahre bekommen, sind wir auf eine gute Beteiligung der Bürger*innen angewiesen, betont Zinnecker. Sie bittet daher: „Füllen Sie den Fragebogen aus und senden ihn portofrei im beigefügten Umschlag zurück.“

Ansprechpartnerin:
Christine Seiz-Göser, Seniorenbeauftragte des Landratsamts Ostallgäu
Schwabenstr. 11, 87616 Marktoberdorf
Telefon: 08342 911-475, E-Mail: christine.seiz-goeser@lra-oal.bayern.de
www.sozialportal-ostallgaeu.de